grenzenlos – großer hochkogel 2016-02/12

rock-64…bolt the planet, but do it gently hha…

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1 Tag 2.2: Jo (auf Wien Urlaub frisch aus dem Flieger (Exil?) kommend Brisbane gestiegen) und ich kontern übermotiviert dem Februarwetter: wir müssen raus, bohren, brauchen wir noch Bolts? Lorenz hat noch welche! Was Wie Wo? Ein altes Projekt weiter oben am großen Hochkogel?, Da fehlen Längen! Wie geht’s weiter Jo? Keine Ahnung mehr wie genau aber starten wir mal rein und machen wir was…Jo stopft mit australischer Finesse Cam nach Cam nach Keil in die Mauer und zückt die Bohrmaschine…Karl kommt ums Eck “es mit eierm scheiß bohrn, i woit kräun, ois is nass…” Grantig, packt schon seinen Rucksack zum heimgehen, auf einmal sticht ihn da was (die Ehre? die Verzweiflung?) und 10 Minuten später hört man scho das Singen der Normalhaken und das Bohren der Makita…zur Vollendung darf ich dann noch die letzen Meter “befreien” und dann wird sie ausprobiert die erste Länge bis zu spät und wir mit einem Grinser zu 1-2 Pistinger nach Dreistetten abhauen…die erste Länge ist gemacht, so bei 7b/7c wir sie einchecken, 2 gehen sich noch aus ganz rauf, wir (ich) kommen wieder…

2 Tag 16.12: Lang (viel zu lang) hat es gedauert um wieder auszurücken! Christoph ist motiviert, hat aber Autotroubles und kann nicht; naja dann halt alleine mal abseilen und anschauen! Aber dann, Lorenz hat Zeit, frei bekommen sozusagen 😉 Perfekt, der Plan ist abseilen dann vom ersten Stand von unten rauf, von oben geht nicht, die Ethikpolizei aus Australien hat schon gedroht hha! Nach etwas mühseligen Abseilen durch die Schroffen über dem großen Hochkogel, kommen wir zum ersten Stand von der ersten Länge, ich starte los…erster Bolt erster “Fehler”: Aus der Kletterstellung ohne Fixierung bohren kann ziemlich anstrengend sein (für die Arme und Wadln), ich bin gleichmal komplett paniert, der Bolt geht aber irgendwann doch rein und weiter gehts, geklettert, geclifft dann 2ter Bolt. Danach 2 mal zuviel auf einen Cam verlassen und mit ebendiesen (zweimal hha) aus der Wand geschossen; geh Lorenz du bist dran!

Lorenz pfeift aber mal aufs bohren und klettert kühn die beste Linie Richtung einem “halb so wüd” Bolt und von dort zu einem zweiten (der ziemlich super aussehenden Nachbartour) und zu guter Letzt den Run-Out in der Rampe zum alten Stand vom Jo; ist auch besser so, beste Linie, man muss nicht herumkünsteln, wir sind uns einig, die 2te Länge ist fertig und sie ist top! Die Ausstiegslänge beginnt Lorenz und arbeitet sich mit Cams und Keilen und Normalhaken drei Bolts rauf, wir vermuten schon das wird gut, eine super Länge.

Ich übernehme dann und ziehe rüber in den grauen Bereich, ein Bombercliff ein Bolt und dann die Nerven bewahren und rausklettern, wieder ein bisschen runoutig, aber ein rettender Busch hilft mir nach dem harten Ausstiegszug, erstens zum Anhalten und zweitens zum dran sichern. Wir sind oben, Stand rein, Nerven beruhigt und überglücklich so eine gute, eigenständige, knackige Linie auf der Hohen Wand gefunden zu haben! Die Mitstreiter werden verständigt (eh klar) und jetzt muss sie nur mehr befreit werden…”nur” mehr…

wandfoto:

info: 7b+/7c? | 7a? | 7a?

topo: onpdf